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Nach dem Eingriff / Operation
Anna Rogalewska, Patrycja Judycka
Toruńskie Zakłady Materiałów Opatrunkowych SA
Evolution von Trends in Wundverbindung
Von Kräutern und Blättern an, durch Mull und Bandage, bis auf die professionellen Verbände – die Evolution von Wundverbindung reicht Abertausende Jahre her. Toruńskie Zakłady Materiałów Opatrunkowych kreieren schon seit 60 Jahren die zeitgenössisch besten Wundverbände an. Innerhalb von mehreren Jahren änderte sich die Herstellung, Art der gefertigten Erzeugnisse, was aber gleich blieb – ist die höchste Qualität der erzeugten Waren, die den höchsten Sicherheitsanforderungen entsprechen werden. Die medizinischen Erzeugnisse Matopat sind seit immer ein Symbol der hohen Qualität, Innovation und Biokompatibilität.
Auswahl des entsprechenden Verbands – was soll der Patient beachten?
Vor allem die Wundart, da sie die Formen der Wundheilung definiert. Einen Verband wenden wir zur Versorgung von chirurgischen Wunden an (präzise, sauber, ausgeführt in geplanter Stelle von einem hochqualifizierten medizinischen Personal), und die anderen zur Versorgung von frischen Unfallwunden, und noch anderen zur Versorgung von schwierig abheilenden Wunden mit großem Verlust an Gewebe. Zu einer identifizierten Wunde passen wir den entsprechenden, professionellen Verband an, der nicht nur das Infektionsrisiko einschränkt, die Zeit und Wirksamkeit der Abheilung optimiert, sondern auch den Lebenskomfort des Patienten erhöht. Dank der immer mehr auffälligeren Übertragung von Trends aus dem Krankenhausmarkt in den Apothekenmarkt dürfen die Fachverbände, die bisher vor allem in professionellen Anwendungen gebraucht wurden, auch von Patienten zu Hause verwendet werden.
Eigenschaften der professionellen Verbände
Kleine Verletzungen und Abschürfungen dürfen mit einem sauberen, praktischen Pflaster gesichert werden, oder auch sich selbst überlassen, es kommt dann zur Schorfbildung und Wundheilung. Bei schwierigeren Wunden, z.B. in Folge einer Operation, ist die Anwendung von professionellen Verbänden, wie in den Krankenhäusern, indiziert. Die professionellen, postoperativen Verbände sind steril, saugfähig, elastisch und „insular”, d.h. dass die Klebstoffschicht das Erzeugnis dicht auf jeder Seite fixiert, wodurch das Eidringen von Verschmutzungen in die Wunde verhindert wird. Gleichzeitig ist die Saugeinlage immer vor dem Ankleben des Verbands an die Wundfläche und chirurgischen Nähte zu sichern. Die professionellen Verbände zeichnen sich auch mit Luftdurchlässigkeit aus, wodank sie der Haut das „Atmen“ ermöglichen.
Ein Beispiel für die professionellen Verbände zur Wundheilung von postoperativen Wunden sind die Verbände Fixopore S und Fixopore F. Der erste ist aus einem elastischen Faserrohstoff hergestellt, wodurch es sich auch an die schwer zugänglichen Körperteile des Patienten anpasst und seine Bewegungen nicht beschränkt. Der Verband aus Faserrohstoff stellt einem Grundverband zur Sicherung der postoperativen Wunden in Krankenhäusern dar. Eine spezielle, glatte Schicht der Saugeinlage dieses Verbands klebt sich weder an die Wundfläche, noch an die Naht an, womit der Verbandwechsel sicher und schmerzfrei und ohne Beschädigungsrisiko erfolgen kann. Es wurde ein hypoallergener Klebstoff angewandt. Der zweite genannte Verband Fixopore F wurde aus einem ultradünnen Polyurethanfilm ausgeführt, der der Wunde eine volle Wasserfestigkeit verleiht. Diese Eigenschaft ermöglicht den Patienten die freie Ausübung der alltäglichen Tätigkeiten ohne häufigen Verbandwechsel oder Infektionsrisiko der Wunde.
Die Nutzung der Vorteile von modernen Verbänden in vollem Umfang ist nur bei der Beachtung der Gebrauchsanleitung möglich.
Aufklärung des Patienten
Die Rolle eines Pharmazeuten besteht nicht nur in der Hilfe bei Anpassung des entsprechenden Verbands, sondern auch in der Aufklärung der Rolle einer sachkundigen Wundversorgung. Die Reinigung der Wunde, sowie ein sachkundiger Verbandwechsel stellen nach der Anpassung des Verbands die wesentlichsten Parameter einer schnellen und komplikationsfreien Wundheilung dar. Eine allgemeine Grundlage zur fachärztlichen Wundheilung verkündigt: der Verband ist so selten, wie möglich, mit Anwendung der empfohlenen Anwendungszeit, sowie so oft, wie notwendig, durch die Überwachung der Wunde und des Verbands, zu wechseln.
Mehr Infos über die professionellen Verbände zur Behandlung unterschiedlichen Wunden finden Sie auf den Internetseiten: de.matopat-global.com
Jährlich erleidet verschiedenartige Verbrennungen ca. 1% der Bevölkerung. Die Zahl der mit Verbrennungen betroffenen Polen beträgt also beinahe 400 000 Patienten jährlich. Ca. 50-80% der Verbrannten sind Kinder im Alter von 2 bis zu 4 Jahren.
Hinsichtlich der Tiefe klassifizieren wir die Verbrennungswunden in folgender Weise:
- Grad 1 – verbrannt werden ausschließlich die oberflächlichen Oberhautschichten. Die Hauptsymptome der Beschädigung ist hellrote Rötung und Schmerzhaftigkeit. Die Wunde heilt meistens ohne Verwicklungen und hinterlässt keine Narben.
- Grad 2A – verbrannt wird fast die ganze Oberhautschicht und die oberflächlichen Schichten der Dermis. Wunden sind meistens rot, sehr schmerzhaft und charakterisieren sich durch Blasen. Verbrennungsverletzungen des Grades 2A können kleine Verfärbungen und manchmal sogar Narben hinterlassen.
- Grad 2b – zerstört wird die Epidermis und tiefe Dermisschichten. Bei solchen Verbrennungsverletzungen wird die Anwesenheit der oberflächlichen Epidermis-Dermis-Nekrose festgestellt. Diese Wunden sind sehr schmerzhaft, ohne Blasen, blass oder rosa, grau, ziegelrot, oder sogar schwarz. Außerdem können sie ungünstige Überwucherungsnarben hinterlassen.
- Grad 3 – Verbrennungen der vollen Tiefe von Dermis. Die Wunden sind bräunlich, brau, blass-gelb oder rot.
- Grad 4 – Verbrennungen der vollen Hauttiefe, wo es zur Zerstörung von Geweben unter Subkutis kommt – Muskeln, Sehnen, Knochen, Gelenke.
Bei dem 3. und 4. Grad kommt es zur Beschädigung oder vollen Zerstörung der Hautvermehrungsschicht.
Verwicklungen von Verbrennungswunden
Eine häufige Verwicklung nach Verheilung von Verbrennungswunden sind überwucherte Narben und Gelenkkrämpfe. Überwucherungsnarben kommen unter anderem als Folge der erhöhten Durchblutung, erhöhter Entwicklung von Fibroblasten, erhöhter Ablagerung vom Kollagen und Auftreten der chronischen Schwellung vor. Bei allen diesen Fällen, wenn lebendige, rote Färbung der Narbe bis zu zwei Monaten nicht nachlässt, und die Narbe immer härter wird, ist mit Entstehen einer Keloidnarbe zu rechnen. Keloide haben einen Tumoraufbau, der ein Ergebnis des erhöhten Metabolismus ist. Ihr Wachstum wird mit Mikrophagen und Fibroblasten stimuliert, die den Zuwachs von Kollagenfasern anregen. Diese Verwicklungen sind beschwerlich, weil sie die Leistungsfähigkeit des Bewegungsorgans einschränken und gleichzeitig den Patienten entstellen.
Als Vorsorgemittel wird entsprechende Körperstellung, Gelenkimmobilisierung mit Hilfe von Schienen und orthopädischen Geräten verwendet. Festgestellt wurde auch, dass die Anwendung eines ständigen Drucks, der den Druck der Kapillargefäße übersteigt, d.h. ca. 25-30 mmHg, die Narbenbildung günstig beeinflusst und die Überwucherung bedeutend verhindert. Langfristiger Druck verursacht den Sauerstoffmangel in Geweben, Verlangsamung von Metabolismus und Reduktion der Fibroblastenmengen. Steigerung der Aktivität eines Enzyms, das das Kollagen zersetzt (Kollagenase), verursacht eine wesentliche Narbenverringerung.
Die Methode der Kompressionsunterstützung bei der Behandlung von Narben nach Verbrennungen ist seit mehreren Jahren weltweit bekannt, sie wird auch allgemein in Polen verwendet. Pressotherapie wird als die effektivste anerkannt, obwohl es viele alternative Therapiemethoden gibt, wie Lasertherapie, Kryotherapie etc. Außer negativen gesundheitlichen Folgen, beeinflusst die Anwesenheit von Keloiden auch häufig den psychischen Zustand der Patienten, indem sie manchmal zum gesellschaftlichen Ausschluss führt. Bei modernen Techniken und medizinischen Prozeduren wird nicht nur auf die Notwendigkeit der wirksamen Rehabilitation von Verbrennungswunden, sondern auch solche Entwicklung vom Verlauf des Therapievorgangs deutlich hingewiesen, der die Entstehungsmöglichkeit von Keloiden minimalisiert. Ein wichtiges Element moderner Techniken zur Unterstützung der Behandlung ist die Verwendung von Kompression in Kombination mit der Wirkung von Silikonverbände des Typs Codosil™ ADHESIVE.
Mechanismus der Entstehung von Verbrennungsnarben
Jede Wunde hat die Möglichkeit einer selbstständigen Verheilung. Oberflächliche Wunden, die das Stratum papillare nicht überschreiten, heilen ohne Narbenhinterlassung. Der Anfang des Heilungsvorgangs beginnt mit Wundreinigung, deshalb tritt an dieser Stelle eine große Menge von Makrophagen und Histozyten auf. Es kommt zur Neoformung von Kapillargefäßen, was für die Entstehung von multipotentiellen Zellen – Lymphozyten – günstig ist, mit Fähigkeit der Umwandlung in Fibroblasten. Fibroblast ist eine Zelle, die die Synthese von Makromolekülen der Bindegewebe durchführt. Er synthetisiert Tropokollagen, der aufgrund Polymerisierung die Kollagenfasern bildet. Im Laufe der Erzeugung dieser Fasern erfolgt die Involution von Haargefäßen, Aktivitätsverlust von Fibroblasten und es beginnt die Reepithelisierung.
Bei Verbrennungen, wenn die Verletzung zur Schädigung der Oberhaut, Stratum papillare und Stratum reticulare der Haut führt, erfolgt stärkeres Wachstum von Gefäßen. Die Gefäßverbreitung und Bildung von Anastomosen verursacht Blutstauung in der Heilungsstelle und einen guten Zugang zu Nährstoffen; es kommt auch eine große Anzahl von Fibroblasten vor, die im Vorgang der Erzeugung von großen Mengen von Kollagenfasern sehr aktiv sind.
Der Reparaturvorgang mit Narbenbildung erfolgt auf Kosten der neugebildeten Fibroblasten, unter denen es zur zyklisch fortschreitenden Differenzierung von Myofibroblasten kommt, die für die Kontraktionsfähigkeit verantwortlich sind, während sich die Mastozyten mit fortschreitender Narbenreifung beschädigen. Die biochemischen Forschungen des Vernarbungsvorgangs beweisen, dass sich ein quantitativer Anstieg der Kollagensynthese im Vergleich zum normalen Heilungsvorgangs ereignet, sowie treten Qualitätsstörungen auf, die in Zunahme der Mucopolysacharidenmatrix und Verringerung der Lipidenzahl (vor allem Linolsäure) in der Narbe bestehen. Es scheint, als ob die Ursache dafür in der gesenkten Kollagenasemenge liegt (Kollagen zersetzendes Enzym), die sich aus dem Anstieg von 1. Antitripsin und 2. Muxoprotheinglobulinen ergibt. Diese Erscheinungen treten wahrscheinlich mit toxischer mitochondrialer Wirkung in den beschädigten Zellen auf. Diese Wirkung besteht in der Verbrennung seit dem Anfang bis zum 10. Verheilungstag, wo Einstellung dieser Symptome und Rückkehr zum Normalzustand beobachtet werden, oder der objektive Anstieg erfolgt bis zum 14. und nach dem 21. Tag im Falle von Narbenverwicklungen. Es wurden auch Auswirkungen der Nebennierendrüsen auf Narbenfibroblasten und ihr unanfechtbarer Einfluss auf die Narbenentstehungsvorgänge erkannt. Dies stellt die Grundlage für die Forschung von eventuellen Wechselbeziehungen zwischen Entstehung von Narbenverwicklungen und Auftreten von endokrynologischen Änderungen bei den Kindern vor dar. Selbstverständlich findet solche Abhängigkeit während des Verbrennungsschocks statt, aber ihre weitere Entwicklung ist noch nicht bekannt. Örtliche Narbenverwicklungen, die sich nach der Verbrennung entwickeln, können ästhetischer oder funktionaler Natur sein, oder auch zu beiden Gruppen gehören. Aus der Sicht der Histopathologie haben wir hier mit fehlerhaften Narbenänderungen des hyperthrolophen, kontraktiven oder keloiden Typs zu tun. Nach allgemeiner Meinung ist es bei 50% von Verbrennungen der Fall, jedoch bis heute konnten noch keine Faktoren festgestellt werden, die auf das Auftreten solcher Änderungen Einfluss haben, auch deren Bedeutung für die frühe Einschätzung der tatsächlichen Auftretungsmöglichkeiten noch unklar ist. Insbesondere steigt bei den Keloiden deren Erscheinung auf der Haut an den der Spannung und Ausdehnung ausgesetzten Stellen bis auf 80%.
Pressotherapie – wirksame Therapiemethode von Verbrennungsnarben
Elastische Pressotherapie als neue Vorbeugungs-Therapie-Technik entwickelte sich in den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts und es stellte sich heraus, dass sie sehr wirksam bei der Unterstützung der Behandlung von Komplikationen nach Verbrennungen ist. Diese Methode besteht in Anwendung von Hyperkompression (oder gewöhnlich Kompression) mit Anwendung des ständigen Drucks auf Keloide. Der Druck auf den Narbenbereich gibt einen Ischämieeffekt, verschmälert die Zuführungsgefäße, was Senkung der zahlreichen Gefäßkeime verursacht. Einerseits fließt bei der kleineren Menge der Blutgefäße weniger Blut in die Narbe, andererseits – abhängig vom Durchmesser der Gefäßkeime – wird die Blutgeschwindigkeit höher und dadurch erfolgt keine Stauung, was die Verringerung der Anzahl von Kollagenfasern zu Folge hat und das Krämpfen des Wundbereiches verhindert.
Eine richtig durchgeführte elastische Pressotherapie besteht in Anwendung eines starken Drucks auf die Wunde nach abgeschlossener Epithelbildung, mit Anwendung unterschiedlicher Kompressionsverbände aus natürlichem Latex. Solche Verbände werden aus Latexfaden erzeugt, die mit künstlichen Fasern bedeckt sind. Dank deren Anwendung auf die Narbe kann der ständige Druck die Zusammensetzung und Qualität der verschiedenen Gewebselementen ändern und verbessern. Die Änderung der Gewebszusammensetzung führt zur Qualitätsbesserung, Schwächung und Verringerung der Narbengröße, und gleichzeitig dank begleitender Ischämie (örtliche Blutleere), wird auch die charakteristische rote Farbe der Narbe geschwächt.
Allgemeine Grundlagen für die Anwendung von Kompressionsmethode:
- früheste mögliche Anwendung der Kompression (seit dem Moment der Wundbedeckung mit Epithel, für die nächsten 2 bis 3 Jahre – diese Zeit wird als Narbenreifung angenommen), durchschnittlich im Laufe von 1 oder zu 1,5 Jahren;
- ständige, pausenlose, langfristige Anwendung der Kompression auf die geänderten Narbenstellen durch individuell angepasste Kleidung, die den Druck von 20-25 bis auf 50 mm Hg – cm2 erzeugen soll.

Zwecks Erzielung von besten Ergebnissen ist die Beobachtung und klinische Kontrolle des Vorgangs der Kompressionsrehabilitation, sowie zyklischer Kleidungsaustausch notwendig, was sich aus dem Flexibilitätsverlust der Wirkwaren und eventuellen Gewichts- und Körperabmessungsänderungen ergibt. Der Zeitraum der Kompressionstherapie ändert sich – optimal dauert er 2 Jahre. Im Falle des Auftretens von örtlichen Verwicklungen, wie: Reizungen, Verdrängen, Hautbrüche, psychischer Toleranzmangel des Patienten, ist die Pressotherapie abzubrechen und wiederholende Verwicklungen sind zu vermeiden. [1]
Kompressionsniveu bei Pressotherapie
Kompressionserzeugnisse charakterisieren sich mit genau bestimmtem Druck auf die Körperfläche des Patienten. Dieser Druck wird in Millimeter-Quecksilbersäule (mmHg) ausgedrückt. Die Bedingung für die Wirksamkeit dieser Erzeugnisse ist deren Größe, die jedes Mal individuell nach genauer Abmessung des Patientenkörpers angepasst wird. Wirksamkeit der Therapie wird auch durch Auswahl der entsprechenden Kompressionsklasse (Kompressionsniveau) beeinflusst, deren Wert sich aus der Art der Krankheit und Fortschritts ergibt. Die Anpassung des richtigen Kompressionsniveau des Kompressionserzeugnisses ist wichtig, da zu kleiner Druck auf den jeweiligen Körperteil den erwünschten Ergebnis nicht bringt, und zu großer Druck kann zum Risiko des Auftretens von vielen unerwünschten Effekten führen. Die Verwicklungen können leicht, wie Hautwolf, Schürfungen oder Hautmazeration, oder auch schwierig sein, wie Entstehung von Blasen auf der Hautfläche oder Dekubitus. Diese und andere Nebenwirkungen, die Ergebnis des falsch angepassten Kompressionsniveaus sind, verursachen meistens Notwendigkeit der sofortigen Therapieeinstellung.
Die am häufigsten verwendete Klassifikation des Drucks ist Skala des Kompressionsniveaus, die in Deutschland, in der Schweiz und Italien verwendet ist. In allen diesen Klassifikationen bedeutet die Klasse I den schwächsten und Klasse IV den stärksten Druck. Die angegebenen Werte beziehen sich auf die Kompression des Erzeugnisses an der Höhe des Knöchels des Sprunggelenks. Wichtig ist, dass auf der ganzen Länge des Druckerzeugnisses die Druckabstufung auf den Gliedmaßen erhalten wird. In diesem Fall wird meistens folgender Grundsatz verwendet: 100% Druck der jeweiligen Klasse (von I bis IV) auf der Knöchelhöhe (distaler Erzeugnisteil) bis auf 40% in dem näheren (proximalen) Teil.

Hersteller verwenden unterschiedliche Klassifikationen für das Kompressionsniveau, hingegen wird die Druckklassifikation des Europäischen Komitees für Normung in folgende Klassen aufgeteilt:
- 1. Klasse – leichter Druck (18 – 21 mmHg),
- 2. Klasse – mittelmäßiger Druck (23 – 32 mmHg),
- 3. Klasse – starker Druck (34 – 46 mmHg),
- 4. Klasse – sehr starker Druck (min. 49 mmHg).
Wirksame Therapie mit Anwendung von Kompressionskleidung Codopress®
Auf den Erfolg der Pressotherapie hat die richtig angepasste Kompressionskleidung einen großen Einfluss. Kompressionserzeugnisse Codopress®, hergestellt in Łódź durch die Firma Tricomed, werden bei der Unterstützung der Behandlung von Verbrennungsnarben und Rehabilitationsprophylaxe von Verbrennungen angewandt. Bis jetzt sind mehr als 20 tausend der Codopress®-Erzeugnisse ausgeführt, mit ständiger Sortimentserweiterung und Perfektionierung der Konstruktion. Sie werden aus den hochplastischen, atmenden Wirkwaren mit Medizinqualität aus Polyurethan- und Polyamidgarn ausgeführt, so dass die Anforderungsparameter erhalten sind und hoher Komfort des Verbrauchers sichergestellt wird. Die Erzeugungstechnologie lässt jeden Körperteil nach der vom Arzt empfohlenen Kompressionsklasse versorgen. Meistens wird der Druck der 1. Kompressionsklasse mit dem Wert von 18-21 mmHg angewandt. Es ist zu betonen, dass die Kompressionskleidung Codopress® mit einer Technik ausgeführt ist, die das Nahtauftreten im Narbenbereich verhindert. Dies verhindert die Entstehung einer unerwünschten Änderung des therapeutischen Druckwerts.
Vorbereitungsvorgang der Kompressionskleidung besteht aus mehreren Etappen:
1. Einweisungserhaltung vom Facharzt.
2. Treffen des Patienten mit der Person, die Aufmaß der Gliedmaßen oder eines anderen Körperteils nimmt.
3. Nach dem Nähen der Kleidung wird das Erzeugnis anprobiert, um die Ausführungsrichtigkeit zu prüfen.
4. Der Patient wird über die Anwendung und Pflege des Erzeugnisses geschult.

Jede Kompressionskleidung ist pausenlos zu tragen, von 6 bis zu 24 Monaten nach Abschluss der Wundbehandlung, bis ausdrückliche Rehabilitationssymptomen (Verflachung, Blasswerden und Weichwerden der Narbe) erscheinen. Die ganze Therapie bedarf meistens mehrmaligen Wechsels der Kompressionserzeugnisse, abhängig von deren Abnutzung oder Abmessungsänderung bei den Patienten (insbesondere bei den Kindern). Es ist nicht zu vergessen, dass das Erzeugnis nur bei einer vollständig verheilten Verbrennungswunde zu verwenden ist, was auf den unteren Bildern gezeigt wurde:


Individuell vorbereitete Codopress®-Erzeugnisse:
- rufen entsprechenden Druck auf die Narbe hervor,
- dürfen in Verbindung mit anderen Therapiearten verwendet werden,
- verursachen keine Allergien oder Hautreizungen,
- verringern den Juckreiz,
- verhindern Krampfentstehung im Gelenkbereich.
Klinische Untersuchungen
In den Fachzentren für Verbrennungsheilung in Siemianowice und Polanica Zdrój – führenden polnischen Zentren, in denen schwierige Verbrennungen behandelt werden – wurden klinische Untersuchungen bei einer großen Patientengruppe durchgeführt. Es wurden Effekte der Anwendung von den Kompressionserzeugnissen Codopress® bei der Rehabilitation von Narben als Folge von Verbrennungen untersucht.
Kliniken, die die Wirksamkeit der Unterstützung der Narbenbehandlung mit Anwendung von Codopress®-Erzeugnissen bewerteten, waren Städtisches Krankenhaus Nr. 2 – Abteilung für Verbrennungen in Siemianowice Śląskie unter Leitung von Dr. med. S. Sakiel und Woiwodschaftskrankenhaus für Plastische Chirurgie in Polanica Zdrój unter Leitung von Doz. Dr. Habil. med. K. Kobus. Fachuntersuchungen im Bereich der Hautreizwirkung von Wirkwaren der Technologie von Codopress®-Erzeugnissen wurden im Institut für Medikamente in Warschau unter Leitung von Dr. Pharm. W. Zalewski durchgeführt.
Materialien und Methoden
Im Zeitraum von 2 Jahren wurden die Kompressionserzeugnisse von Tricomed SA bei 40 Patienten im Alter von 2 bis zu 59 Jahren mit einer Verbrennungsfläche von durchschnittlich 26%, darunter mit tiefen Verbrennungen auf der ganzen Hauttiefe von durchschnittlich 9%, geprüft. Die Patienten wurden in 2 Gruppen aufgeteilt:
- in der ersten Gruppe (20 Patienten) wurden die Druckerzeugnisse direkt nach Verheilung der Wunde verwendet.
- in der zweiten Gruppe (20 Patienten) wurden die Druckerzeugnisse Codopress® durchschnittlich nach Ablauf von 3 Monaten nach Zeitpunkt der Wundverheilung angewendet.
Beurteiltet wurden Gesichts-, Hals-, Brustbereiche, obere und untere Extremitäten. Insgesamt wurden für die erste Gruppe 24 Felder, und für die zweite Gruppe 30 Beobachtungsfelder bewertet.

Die erforschten Erzeugnisse wurden hinsichtlich deren Eignung zur Unterstützung der Behandlung von Überwucherungsnarben und Keloiden bei 26 Patienten im Alter von 3 bis zu 58 Jahren bewertet. Die Überwucherungsnarben und Keloiden entstanden meistens nach Verbrennung mit heißen Flüssigkeiten und Feuer.
Der Zeitraum für eine vollständige Verheilung der Verbrennungsnarbe nach Anwendung der Kompressionserzeugnisse betrug von einem Monat bis zu 4 Jahren.
Während der Kompressionstherapie wurden Massagen verwendet. Die Körperteile, die am häufigsten mit der Eignungsuntersuchung für die Kompressionserzeugnisse umfasst wurden, sind: Kniegelenk und Ellbogengelenk, Gesäß- und Beckenbereiche, Schulter, Brust, obere und untere Extremitäten.
Untersuchungsergebnisse
Im Ergebnis der durchgeführten Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Überwucherungswunden und Keloide nach Anwendung eines Kompressionsverbands weitgehend umgestaltet wurden. Der Juckreiz, der in 8 Fällen erkannt wurde, ließ nach 3 Wochen nach. Die Farbe von frischen Narben änderte sich bei 17 Patienten nach Ablauf von 4 Wochen von blutig-bläulichen auf hautfarbig. Die Narbenhöhe änderte sich von durchschnittlich 4 mm am Anfang (gemessen von der mit Krankheit nicht geänderten Haut) bis zu 0-2 mm. Die besten Ergebnisse wurden im Fall von ziemlich frischen Narben – ca. 4-wöchigen – festgestellt. Bei älteren Verbrennungsnarben wurden diese Effekte nach Ablauf einer längeren Zeit beobachtet.
Es wurden keine allergischen Reaktionen ermittelt. Waschen in den allgemein erhältlichen Waschmitteln und alltäglicher Gebrauch verursachten keinen Verlust von elastischen Eigenschaften der bewerteten Kompressionserzeugnisse. Die besten Rehabilitationsergebnisse wurden auf den Oberschenkeln, Unterschenkeln und Unterarmen beobachtet. Die Kompressionskleidung Codopress® trägt zweifellos zur schnellen Rehabilitation von Kranken mit Verbrennungsverformungen oder deren Vorbereitung auf die Operationseingriffe bei.
Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse
Während des mehrmonatigen Tragens von Kompressionserzeugnisse Codopress® wurde folgendes festgestellt:
- die Narben wurden schrittweise abgeflacht,
- rote Narbenfarbe wurde schrittweise blass,
- Narben sind mehr elastisch geworden,
- es wurden keine Allergiesymptomen gegenüber dem Stoff, aus dem die Codopress®-Erzeugnisse gefertigt wurden, beobachtet
- beim Vergleich von nichtgedrückten Stellen mit Narben, die mit dem Kompressionserzeugnis Codopress® behandelt wurden, wurden bei denselben Patienten Unterschiede in Form der anhaltenden Überwucherungen und harten Narben an den nichtgedrückten Stellen festgestellt,
- Anwendung der Kompressionserzeugnisse direkt nach Verheilung einer Verbrennungsnarbe ergab bessere Ergebnisse im Vergleich zu der zweiten Patientengruppe, bei der die Kompressionserzeugnisse Codopress® nach Entstehung von Überwucherungsnarben angewendet wurden.[2]

Schlussfolgerungen
- Die bewerteten Codopress®-Erzeugnisse eignen sich sehr gut zur Vorbeugung und Rehabilitation von Überwucherungsnarben nach Verbrennung.
- Druckerzeugnisse sollen auf individuelle Bestellung angefertigt werden, damit eine wirksame Therapie sichergestellt werden kann.
- Frühe Anwendung der maßgeschneiderten Kompressionskleidung direkt nach Verheilung der Verbrennungswunde garantiert höhere Wirksamkeit bei der Unterstützung der Narbenbehandlung.
- Ständiges Tragen von Kleidung (23 h pro Tag) für den Zeitraum von einem bis zu 2 Jahren, die nur nach Zerstörung oder Änderung von Silhouette des Kinderkörpers gewechselt wird:
- verhindert erfolgreich die Entstehung von Überwucherungsnarben;
- verursacht Verringerung und in den meisten Fällen die Rückkehr von Keloide;
- verbessert das endgültige ästhetische Ergebnis.
- Pressotherapie lässt die Bewegungsrehabilitation weiterführen und beschränkt nicht die Lebensaktivität des Patienten nach einer Verbrennung.
- Für Wirkwaren, auch denen die Codopress®-Erzeugnisse gefertigt wurden, wurde keine Reizwirkung festgestellt.
Polytherapie Codopress® + Verband Codosil™ ADHESIVE
In den letzten zehn Jahren gewannen auch Silikonverbände, die Narbenbehandlung mit Kompressionsmethode unterstützen, an Popularität. Deren Verwendung lässt die Aktivität der Anwachsung von kleinen Blutgefäßen in der Narbe senken, Kollagenmengen reduzieren, was im Ergebnis die Erhöhung deren Flexibilität und Abflachung der entstehenden Narbe zu Folge hat.
Viele Fachärzte empfehlen Polytherapie, die in Verbindung von mehreren individuell an den Patienten angepassten Methoden besteht. Eine davon ist Kompressionstherapie verbunden mit Anwendung von Verbänden zur Keloidrehabilitation. Ein Verband, der auch zur Polytherapie von Verbrennungsnarben erfolgreich verwendet werden kann, ist Codosil™ ADHESIVE.
Codosil™ ADHESIVE ist ein weiches Schichtenerzeugnis zur Rehabilitation von überwucherten Narben und Keloiden. Im direkten Kontakt mit der Narbenfläche befindet sich eine klebrige Silikonschicht. Die Außenfläche des Verbands ist mit antiadhäsiver Schutzschicht gesichert.
Silikonverband Codosil™ ADHESIVE:
- verringert den Juckreiz und Schmerz
- verursacht keine Reizungen und sensibilisiert nicht,
- ist biegbar,
- hat Klebeigenschaften, die das Ankleben an die Hautfläche ermöglichen,
- ist ein Mehrweg-Erzeugnis
- ist einfach bei Aufbewahrung und Anwendung.
Silikonverbände werden als Vorsorgemittel zum Zeitpunkt des Narbenabschlusses (Verheilung) der Wunde (8.-10. Tag) oder als Vorsorgemittel bei den ersten Symptomen des Auftretens einer Überwucherungsnarbe verwendet. Frühe Anwendung des Verbands erhöht Chancen für die richtige Narbenrehabilitation.
Der Verband wird auf eine nicht getrennte Hautoberfläche angewandt, die Größe des Erzeugnisses soll um 1 cm größer, als die Narbengröße sein. Vorbeugend ist es 12 Stunden pro Tag zu verwenden. Patienten, die regelmäßig die Kompressionserzeugnisse Codopress® und den Silikonverband Codosil™ ADHESIVE nutzen, beobachten deutliche Therapiekennzeichen: Verflachung, Blaswerden und Weichwerden der Narbe. Außerdem werden auch die Bewegungsleistung und das Risiko der Krämpfe gesenkt.
Das Erzeugnis Codosil™ ADHESIVE wird in folgenden Fällen empfohlen:
- bei Rehabilitation von überwucherten Wunden und Keloiden,
- als Vorsorgemittel bei Personen mit Neigung zur Entstehung von überwucherten Wunden und Keloiden,
- in der Kosmetologie zur Narbenrehabilitation nach Eingriffen der plastischen Chirurgie
Literatur:
[1] Prof. Dr. hab. Babiana Mossakowska, Presoterapia u dzieci (Pressotherapie bei Kindern)
[2] Doz. Dr. Ing. A. Nawrocki und andere, Ocena kliniczna – Opracowanie technologii i ocena artykułów medycznych do zastosowania w chirurgii plastycznej (Klinische Bewertung – Technologiebearbeitung und Bewertung von medizinischen Artikeln für die Anwendung in Plastikchirurgie)
[warning_box title=““ type=“warning“ ]Alle bei der Verbrennungsrehabilitation verwendeten Codopress®-Erzeugnisse werden auf Bestellung des Patienten nach Abmessungen genäht. Patienten, die in die Firma Tricomed SA eingewiesen werden, sollen verheilte Wunden ohne Verbände haben, um die Abmessungen richtig zu entnehmen und das Erzeugnis anzuprobieren.
Auf Wunsch der Patienten können die Codopress®-Erzeugnisse in allen vier Kompressionsstufen ausgeführt werden.
Zur Erhaltung des Kompressionserzeugnisses Codopress® hat man:
- mit der Firma Tricomed SA Kontakt aufzunehmen und den Termin zu vereinbaren
- Tel. +48 42 684 78 21
- Fax + 48 42 684 68 74
- persönlich zum Firmensitz von Tricomed SA (ul. Świętojańska 5/9, 93-493 Łódź, Polen) im vereinbarten Termin zwecks Abmessungsentnahme und Nähen des Erzeugnisses zu kommen. Die Gebühr für das Erzeugnis begleicht der Patient oder Verein, Stiftung, Städtische Sozialhilfeanstalt etc. in einer vorher mit der Firma vereinbarten Art und Weise.
Mehr Informationen auf der Internetseite:
Begriffserklärung der Wunde
Wunde bedeutet Beschädigung der Haut und meistens auch der tiefer gelegenen Geweben oder sogar Organe infolge einer mechanischen, thermischen oder chemischen Verletzung. Zu den durch eine mechanische Verletzung hervorgerufenen Wunden zählen: Abschürfungen, Verletzungen, Durchtrennungen, Stichwunden, Bisswunden und chirurgische Wunden. Zu den durch eine thermische oder chemische Verletzung hervorgerufenen Wunden zählen: aller Art Verbrennungen, d.h. thermische, chemische, Strahlungsverbrennungen oder elektrische Verbrennungen. Es gibt auch spezifische Wundarten – schwerheilende Geschwürbildungen, die in Folge anderer Vorgänge nämlich Krankheitsvorgänge entstehen. Zu den chronischen Wunden zählen: Dekubitus (trophische Geschwüre), Krampfadergeschwüre, neuropathische Geschwüre und Geschwüre infolge von Infektionen und Strahlungstherapie oder neoplasmatischer Vorgänge.
Typen der Wundheilung
1. Schwerheilende Wunden – Heilung durch Granulation
- erheblicher Gewebeverlust
- die Wunde darf nicht mit physikalischen Methoden geschlossen werden
- lange Heilungszeit
- Behandlung angelehnt an die Vorgänge der Geweberekonstruktion – der Verlust ist mit Granulationsgewebe gefüllt, worauf die Oberhaut gelingt, danach entsteht eine Narbe
2. Akute Wunden – Sofortheilung durch Primärheilung
- chirurgische oder frische Verletzungswunden
- minimaler Gewebeverlust
- die Ränder werden mit Nähten oder Pflastern verbunden
Heilungsphasen
Es gibt keinen universellen Verband, der in jedem Fall verwendet werden darf.
Die Verbänder erfüllen verschiedene Funktionen: Reinigungs-, Saug- und Schutzfunktion, sie ergänzen einander häufig und keins davon kann allen Bedürfnissen der heilenden Wunde nachkommen. Die Wunde geht über folgende Phasen:
- Entzündungsphase (Exsudationsphase)
- Granulations- und Proliferationsphase (Wachstumsphase)
- Maturation (Umbauphase)
Entzündungsphase (Exsudationsphase)
Diese Phase ist die Antwort des Organismus auf eine Verletzung. Wegen Kreislaufstörungen, Erweiterung und Erhöhung der Durchlässigkeit von Haargefäßen entsteht eine Schwellung mit Exsudation.
Funktionen des Verbands während der Entzündungsphase:
- Blutungsstillen
- Beschleunigung des Vorgangs von natürlicher Wundreinigung
- Einsaugung des Sekretübermaßes
- Verhinderung der sekundären Infektionen
Granulations- und Proliferationsphase (Wachstumsphase)
Granulation – Übergang von der Entzündungsphase in die Proliferationsphase, der von Makrophagen und sonstige Zellen kontrolliert wird. Makrophagen sind Faktoren, die den Fibroblastwachstum fördern.

Fibroblasten erfüllen den Raum nach verlorenem Gewebe mit Granulationszellen.
Wundverschmälerung – zahlreiche Fibroblasten wandeln sich in Myofibroblasten um. Das Netz der verbundenen Myofibroblasten ziehet die Wundränder zusammen (0.6 – 0.7 mm/Tag).

Wundverschmälerung verursacht, dass die Narbe kleiner, als die Wunde am Anfang ist.
Proliferation – neue Oberhaut, die zum vollständigen Wundverschluss notwendig ist. Die von den Wundrändern migrierenden Oberhautzellen bedecken die Granulation und bilden eine neue Oberhaut.

Funktionen des Verbands in der Wachstumsphase:
Granulation
- Erhaltung des feuchten Milieus
- Einsaugung des Sekretübermaßes
- Schutz vor der mechanischen Verletzung
- Verhinderung einer sekundären Infektion
Proliferation
- Erhaltung des feuchten Milieus
- Schutz der feuchten Oberhaut während des Verbandwechsels
Maturationsphase
Maturation – freie Reorganisation der mikroskopischen Struktur des Narbengewebes, der Umbau führt zur Verbesserung der Narbenfestigkeit, deren Verringerung und Glättung.
Diese Etappe kann monate- oder sogar jahrelang dauern.
Bei der Behandlung einer nicht richtigen Vernarbung wird folgendes verwendet:
- örtliche Silikonverbände
- Verbanddruck oder besondere Druckkleidung
- chirurgische Eingriffe, Therapie mit Kortikosteroids, Laser und Kryochirurgie
Verbandfunktionen in der Maturationsphase:
- Narbenglättung
- Narbenbleichung
- Narbenverringerung
Was ist ein Wundexsudat?
Wundexsudat ist ein besonderes Sekret, das in der Vergangenheit sogar „Naturbalsam” genannt wurde, und schon in der ersten Phase der Wundheilung, sofort nach der Verletzung, auftritt.
Das Exsudat besteht aus vielen verschiedenen Inhaltsstoffen, darunter auch Ernährungsfaktoren für die aktiv metabolisierenden Zellen:
- wenige rote Blutkörperchen
- sogar sechsmal mehr weiße Blutkörperchen , als im Blut
- weniger Glukose, aber dieselbe Zahl von Mineralien, wie im Blut
- Proteine – darunter auch Enzyme, die für den Heilungsvorgang wichtig sind, die Wundreinigung und Beseitigung der zerstörten Zellen verursachen
In einer normal heilenden Wunde verringert sich seine Menge mit der Zeit. In einer Wunde mit gestörtem Heilungsvorgang nimmt die Exsudatmenge mit der Zeit nicht ab, und Umgang damit kann eine große Herausforderung für den Verband darstellen.
INFORMATION: Zur Erhaltung von besten Bedingungen für die Wundheilung ist eine optimale Exsudatmenge erforderlich, was Erhaltung des sog. feuchten Milieus für die Heilung bedeutet.
Zu große Mengen des Exsudats, sowie kein Exsudat können den Heilungsvorgang verlangsamen.
Deswegen ist die entsprechende Anpassung des Verbands an Mengen des Exsudats in der Wunde von so großer Bedeutung. Bei trockenen Wunden – ohne Exsudat, soll der Verband sie feuchten, und bei den Wunden mit übermäßigen Exsudatmengen soll er das Übermaß einsaugen.
ACHTUNG: Änderung der Farbe, des Geruchs oder der Dichtheit des Exsudats kann auf die Änderung des Wundzustands oder das Auftreten eines Entzündungsvorgangs / einer Infektion in der Wunde hinweisen, was ist ein Signal dafür ist, dass sich die Wunde ein Facharzt ansieht und diese beurteilt.
Verbandsarten und Gebrauchshinweise bei unterschiedlichen Wundexsudaten:
| Art des Verbandes | Exsudatsniveau | |||||
| kein | niedrig | mittelgroß | schwer | mittelgroß/schwer | ||
| Aufgabe des Verbands | Anfeuchtung der Wunde | Ergusserhaltung | Sammeln des Ergussübermaßes | Sammeln des Ergussübermaßes | Ableitung von überschüssigem Exsudat in den Sekundärverband | |
| Hydrogel | √ | √ | ||||
| Polyurethanmembran | √ | |||||
| Hydrokoloid | √ | √ | ||||
| Polyurethanschaum | √ | √ | ||||
| Alginat | √ | √ | ||||
| resorbierbar | √ | |||||
Behandlungsmodelle für schwer heilende Wunden
Traditionelles Modell der Wundbehandlung
Für Jahrhunderte wurden die schwer heilenden Wunden mit Hilfe von unterschiedlichen Materialien behandelt, die die Wunde austrocknen sollten.
Das traditionelle Wundbehandlungssystem beruhte auf Anwendung von Saugverbänden aus Gaze, die:
- die Einsaugung des Exsudatübermaßes sicherstellten,
ABER
- die Wunde vor Austrocknen und Abkühlung nicht schützten, was das Heilungstempo verlangsamte
- keinen anständigen Schutz der Wunde vor der Umgebung darstellten, was zu häufigen Wundinfektionen führte
- sie klebten sich an die Wunde an, was beim Verbandwechsel die Beschädigung neuer Gewebe und Schmerzen verursachte,
- wegen beschränkten Saugeigenschaften häufig gewechselt werden mussten.
Trockene Wundheilung ist im Weiteren für akute, primär heilende Wunden empfohlen.
Modernes Wundheilungsmodell
Seit Veröffentlichung des Forschungswerks von Georg Winter ist klar geworden, dass die Wunden viel schneller heilen, wenn die Heilung in feuchten Bedingungen erfolgt, wo die optimale Exsudatmenge auf der Wundfläche erhalten wird. Wegen Bedingungen des Behandlungsvorgangs wurde die Konzeption als FEUCHTE WUNDBEHANDLUNG genannt.
Nach dieser Konzeption besteht die Behandlung im Verschluss der heilenden Wunde mit einem Sonderverband, der:
- den entsprechenden Feuchtigkeitsniveau auf der Wundfläche hält, um ein optimales Heilungsmilieu zu schaffen
- autolytische Reinigung initialisiert, was zu schnellerer Wundreinigung und Beginn des Heilungsvorgangs führt
- die Wunde thermisch isoliert, was die Temperatur auf einem ständigen Niveau erhält und den Behandlungsvorgang beschleunigt
- langfristige Einsaugung des Exsudatübermaßes sichert, was die Zahl der Verbandwechsel beschränkt
- sich an die Wunde nicht anklebt, der Verbandwechsel ist für die neuentstandenen Gewebe sicher und schmerzfrei für den Patienten
- wasserfest ist, und die Wunde vor der Umgebung schützt, was das Risiko des Infektionsauftretens minimalisiert
Eigenschaften eines perfekten Verbands:
Feuchte Wundheilung ist empfohlen für schwerheilende Wunden, jedoch nach seinen Annahmen können auch kleine Verletzungen, Abschürfungen oder Verkratzungen behandelt werden.
Hanna Szymkiewicz
Europäisches Zentrum für Dauerbehandlung
Eine Wunde ist die Trennung des Gewebszusammenhangs, die auch tiefere Gewebe und Organen umfassen kann. Die Ursache der Wundentstehung können exogene oder endogene, mit physiologischen Störungen verbundene Faktoren, sein. Die Ausdehnung und Tiefe der Wunde hängt von den Erregungsfaktoren, ihrer Kraft und Stelle, auf die sie wirken, ab.
Aufteilung von Wunden aufgrund des Erregungsfaktors:
>> Exogene Ursachen:
- mechanisch (Schnittwunden, Stichwunden, Platzwunden, Schusswunden)
- thermisch (Verbrennungen, Erfrierungen)
- chemisch (chemische Verbrennungen)
- elektrisch (Verbrennungen)
>> Endogene Ursachen
- Geschwürbildung (Unterschenkelgeschwürbildung, Dekubitus, diabetisches Fußsyndrom) – z.B. Kreislaufbehinderung
Aufteilung von Wunden aufgrund des Heilungszeitraums:
- akut – weniger als 8 Wochen
- chronisch – länger als 8 Wochen
Aufteilung von Wunden aufgrund der Art und Weise der Heilung:
- akute Wunden – Schnittwunden, chirurgische Wunden mit glatten Rändern und ohne wesentlichen Gewebsverlust. Solche Wunden werden mit Hilfe von Nähten, Klammern oder Verband geschlossen, und sie stellen primär heilende Wunden dar, was ca. 6-7 Tagen dauert. Das ist die günstigste Art und Weise der Heilung und es wird primäre Heilung genannt.
- chronische Wunden – Wunden mit erheblichem Gewebsverlust und/oder mit Infektion. In solchem Fall klaffen die Wandränder. Dieser Typ heilt durch Granulation – nach der Granulationsphase erfolgt die Proliferationsphase, wo der Gewebsverlust mit Granulation ergänzt wird. Dieser Vorgang wird sekundäre Heilung genannt.
Sekundäre Wundheilung
Sekundäre Wundheilung betrifft chronische Wunden – u.a. Dekubitus, Geschwürbildung und verwickelte exogene Wunden, z.B. verwickelte chirurgische Wunden. Die Heilung erfolgt in drei Phasen:
- Entzündungsphase (Reinigung)
- Proliferation (Granulation)
- Reifung
Die Entzündungsphase charakterisiert sich mit Entzündungsreaktion und Schmerz. Der Organismus versucht die Bakterien zu zerstören, die in die Wunde nach Trennung des Gewebszusammenhangs eingedrungen sind. Exsudat tritt auf. Abgestorbene Gewebsteile werden nach außen ausgeschieden oder vom Organismus absorbiert. Die Wunde deckt sich mit Blutgerinnsel ab, der sie vor Mikroorganismen schützt.
In der Proliferationsphase verringert sich das Exsudat, die Gefäße verschmälern sich, es erfolgt Granulation – Ausfüllung des Gewebsverlusts und Bildung von Oberhaut.
In der Reifungsphase erfolgt ein Umbauvorgang der schon geheilten Wunden, um Festigkeit der unbeschädigten Haut zu schaffen.
Der Verlauf des Heilungsvorgangs und sein Dauer hängt von unterschiedlichen Faktoren ab: des allgemeinen Patientenzustands – seines Alters, Ernährungszustands und mitbestehenden Krankheiten; von der Art der Wunde, ihrer Stellung, Abschlussart, Reinheit und Zeit von der Verletzung bis auf den Verband.
Entstehungsursachen
Verbrennungen entstehen als Folge hoher Temperatur, ätzenden chemischen Stoffes oder Stroms. Zu den häufigsten Verbrennungsursachen gehört Wärmeenergie, deren Quelle kochendes Wasser, Wasserdampf, heiße Flüssigkeiten oder halbflüssige Stoffe, wie Fett oder Paraffin, sein kann, sowie Verbrennungen mit Haushaltswaren.

Bei elektrischen Verbrennungen ist der Durchgang vom Strom mit hoher Spannung und begleitender Erwärmung durch die Gewebe der Hauptbeschädigungsfaktor. Die chemischen Verbrennungen sind jedoch meistens mit Einwirkung von gewöhnlichen Säuren oder Basen verbunden. Ohne Rücksicht auf die Entstehungsquelle stellen Verbrennungen Sonderverletzungen dar und können zur Ursache einiger schwieriger Verwicklungen im Patientenleben werden.
Risikogruppen
Verbrennungsrisiko ist bei allen Personen zu berücksichtigen, jedoch am meisten sind folgende Gruppen gefährdet:
- Kinder im Alter von 2 bis zu 4 Jahren alt
- Erwachsene, die in Gefahrumgebung arbeiten (Bergmänner, Hüttenarbeiter, Feuermänner, Schweißer etc.).
Symptome
Der Hauptfaktor für die Festlegung des Verbrennungstyps ist die Tiefe, wonach wir folgende Verbrennungstypen unterscheiden:
- des 1. Grades – der Verbrennung unterliegen nur oberflächliche Epidermisschichten. Hauptsymptome der Beschädigung sind rotes Erythem und Schmerzhaftigkeit. Die Wunde heilt meistens ohne Verwicklungen und hinterlässt keine Narben.
- des Grades 2a – der Verbrennung unterliegt die ganze Epidermisschicht und oberflächliche Dermisschichten. Die Wunden sind meistens rot, sehr schmerzhaft, und deren charakteristisches Merkmal sind Blasen. Die Verbrennungsverletzungen des Grades IIa können kleine Verfärbungen und manchmal auch Narben hinterlassen.
- des Grades 2b – der Verbrennung unterliegt die Epidermis und tiefe Dermisschichten. Bei solchen Verbrennungsverletzungen wird Anwesenheit der epidermal-dermalen Nekrose beobachtet. Solche Wunden sind sehr schmerzhaft, ohne Blasen, blass oder pink, grau, ziegelrot, sogar schwarz. Sie können ungünstige Überwucherungsnarben hinterlassen.
- des 3. Grades – Verbrennungen der ganzen Hautschicht. Wunden sind meistens braun, bräunlich, hellgelb oder rot.
- des 4. Grades – Verbrennungen der ganzen Hautschicht, wobei es zur Zerstörung der Gewebe unter Subkutis kommt – Muskeln, Sehnen, Knochen, Gelenke.
Lokalisation
Die Verbrennungen entstehen an den Kontaktstellen des Körpers mit thermischen Faktoren.

Das passiert meistens auf:
- dem Rumpf
- den oberen Extremitäten
- den unteren Extremitäten
Bei wem Rat holen
Verbrennungen des ersten Grades
können häuslich behandelt werden, und eventuelle Mangeln im Heilungsfortschritt oder Verwicklungen sind mit dem Hausarzt zu besprechen.
Verbrennungen des zweiten und dritten Grades
es ist möglichst schnell ein Hydrogelverband, wie z.B. Medisorb G, anzulegen und der Arzt oder medizinische Notdienst aufzusuchen.
Verbrennungen des vierten Grades
sofort den medizinischen Notdienst oder das nächste Krankenhaus aufsuchen.
Welche Behandlung
Abhängig vom Verbrennungsgrad wird die Behandlung anders erfolgen.
Verbrennungen des 1. Grades – umfassen nur das Epithel. Die verbrannte Stelle ist gerötet, ein bisschen geschwollen und trocken. Es ist ein starkes Brennen zu spüren. Schnelle Hilfeleistung mit Anwendung des Hydrogelverbands, wie Medisorb G, lässt die Wunde schnell heilen.
Verbrennungen des 2. Grades – beschädigen Dermis. Es wird rot, und auf der Oberfläche entstehen Blasen, die sich mit Gewebeflüssigkeit füllen. Verbrennungen des 2. Grades sind sehr schmerzhaft. Wie bei den Verbrennungen des 1. Grades lässt die schnelle Hilfeleistung mit Verwendung von Hydrogelverbänden, wie Medisorb G, die Wunde schnell heilen. Falls die Verbrennung ausgedehnt ist, bedarf es der stationären Behandlung.
Verbrennungen des 3. und 4. Grades – beschädigen Gewebe unter der Haut. Beschädigt können Bindegewebe, Blutgefäße, Muskeln und Nerven sein. Die Haut kann dem Wachs ähneln und weiße oder verbrannte Farbe haben. Die geschädigte Person kann keinen Schmerz füllen, weil die Nervenendungen zerstört wurden. Solche Verbrennungen bedürfen sofortiger medizinischen Hilfe, manchmal sogar Hautimplantation oder Genesung im Überdrucksack.
Eine häufige Verwicklung nach Heilung der Verbrennungswunden sind überwucherte Narben und Gelenkkrämpfe. Lange Rekonvaleszenz ist mit Verwendung von Presstherapie oder Narbenrehabilitation mit Hilfe von Druckverbänden, wie Codopress® in Verbindung mit Silikonverbänden Codosil® ADHESIVE möglich.
Verbeugung
Bisherige Statistiken weisen darauf hin, dass verschiedene Verbrennungen jedes Jahr ca. 1% unserer Population erleidet. Nach diesen Angaben beträgt die Zahl der Polen, die verschiedenen Verbrennungen zu Opfer fielen, bis auf 400 000 Patienten jährlich. Die Verbrennungen sind häufig mit Berufstätigkeit der Kranken und deren Alter verbunden. Circa 50-80% der Verbrannten sind Kinder im Alter von 2 bis zu 4 Jahren.
Verbrennungsprophylaxe ist vor allem auf solche Vorbereitung des Hauses einzustellen, in dem der kleine Mensch sich sicher fühlt:
- Das Kind nie ohne Aufsicht lassen.
- Auf dem Tisch keine heißen Getränke, Suppen oder Geschirr stellen, die direkt aus dem Ofen herausgenommen sind.
- In den Häusern, wo Kleinkinder leben, soll es keine Tischdecken geben – beim Greifen nach der Tischdecke kann das Kind auf sich alles, was darauf steht, fallen lassen.
- Im Zimmer, wo sich ein Kind befindet, kein eingeschaltetes Bügeleisen lassen; ausgeschaltetes Bügeleisen muss auch außer Reichweite des Kindes abkühlen.
- Beim Kochen alles auf den Brennern bei der Wand machen – fern vom Kind; Sie können auch Sonderschirme verwenden, die dem Kind das Anfassen oder Herunterwerfen eines heißes Topfes unmöglich machen.
- Eigentümer von Keramikplatten sollen nicht vergessen, dass die ausgeschaltete Platte dem Kind die Gefahr nicht erkennen lässt, und deren Anfassen vor der vollständigen Abkühlung eine schwierige Verbrennung zu Folge haben kann.
Mit einem Wort: Liebe Eltern, lasst Ihre Kinder nie ohne Aufsicht!








